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Amortisationszeit

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Einheit

Jahre (a)

Einfach erklärt

Die Amortisationszeit gibt an, nach wie vielen Jahren sich eine Investition durch die damit erzielten jährlichen Einsparungen oder Erträge finanziell ausgezahlt hat. Kostet z. B. eine Anschaffung 12.000 € und spart sie jedes Jahr 1.200 € ein, ist sie nach 10 Jahren amortisiert – ab diesem Zeitpunkt ist die Investition „eingespielt“ und weitere Einsparungen sind reiner Gewinn.

Dieses einfache Konzept wird in der Elektrotechnik und Haustechnik häufig verwendet, um Investitionen zu bewerten – etwa für PV-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen, LED-Umrüstungen oder energetische Sanierungen. Je kürzer die Amortisationszeit im Vergleich zur erwarteten Lebensdauer der Anlage, desto wirtschaftlicher ist die Investition in der Regel.

Merksatz: Amortisationszeit = Investitionskosten geteilt durch die jährliche Einsparung. Sie ist eine einfache, aber nützliche erste Kennzahl – sie berücksichtigt aber weder Zinsen/Kapitalkosten noch Preissteigerungen oder den Wertverlust der Anlage über die Zeit.

Fortgeschrittene Erklärung

Die (statische) Amortisationszeit ist definiert als Amortisation [a] = Investitionskosten (€) / jährliche Einsparung (€/a). Sie zählt zu den einfachen, statischen Investitionsrechenverfahren, weil sie keine Verzinsung, keinen Kapitalwert und keine sich über die Zeit ändernden Einsparungen berücksichtigt – im Gegensatz zu dynamischen Verfahren wie der Kapitalwertmethode oder dem internen Zinsfuß.

Bei realen Anlagen ist die jährliche Einsparung häufig nicht konstant: Strompreise können steigen (was die Amortisation beschleunigt), Anlagen können mit der Zeit an Leistung verlieren (z. B. PV-Module durch Degradation, meist 0,3–0,5 % Leistungsverlust pro Jahr), und Wartungs- oder Reparaturkosten können anfallen. Eine genauere Betrachtung rechnet daher oft mit einer über die Nutzungsdauer gemittelten jährlichen Einsparung oder erstellt eine Jahr-für-Jahr-Kalkulation (dynamische Amortisationsrechnung).

Für die Bewertung ist außerdem die erwartete Lebensdauer der Investition entscheidend: Eine Amortisationszeit von 10 Jahren ist bei einer PV-Anlage mit 25–30 Jahren erwarteter Lebensdauer unproblematisch, bei einem Gerät mit nur 8 Jahren Lebensdauer dagegen wirtschaftlich grenzwertig.

Fachlicher Hinweis: Die statische Amortisationsrechnung ist eine vereinfachte Näherung. Für belastbare Wirtschaftlichkeitsvergleiche, insbesondere bei langlebigen Investitionen, sollten Zinseffekte, Preisentwicklungen und Instandhaltungskosten zusätzlich betrachtet werden.

Wichtige Formeln und Zusammenhänge

Amortisation [a] = Investitionskosten (€) / jährliche Einsparung (€/a)

Umgestellt: Investitionskosten = Amortisationszeit · jährliche Einsparung, jährliche Einsparung = Investitionskosten / Amortisationszeit. Bei PV-Anlagen setzt sich die jährliche Einsparung meist aus eingesparten Stromkosten durch Eigenverbrauch plus Einspeisevergütung für den eingespeisten Überschuss zusammen.

Beispiel und Vorgehensweise

Eine Investition kostet 12.000 €. Sie spart jedes Jahr 1.200 € ein. Damit ergibt sich Amortisation = 12.000 € / 1.200 €/a = 10 Jahre.

  1. Investitionskosten und jährliche Einsparung notieren.
  2. Amortisation = Investition/Ersparnis berechnen.
  3. Ergebnis mit der erwarteten Lebensdauer der Anlage vergleichen.

Rückrechnung: Steigen die Investitionskosten bei gleicher jährlicher Einsparung von 1.200 €/a auf 15.000 € (z. B. durch zusätzliche Ausstattung), verlängert sich die Amortisationszeit auf 15.000 € / 1.200 €/a = 12,5 Jahre. Das zeigt, wie direkt sich Mehrkosten auf die Amortisationsdauer auswirken, solange die jährliche Einsparung gleich bleibt.

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Weiterführend

Passende Berechnungen findest du im Rechnerbereich. Eigene Tabellen und Übersichten gibt es im Tabellenbuch.

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