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Reichweite und Verbrauch (E-Auto)

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Einheit

Reichweite in km, Verbrauch in kWh/100km

Einfach erklärt

Die Reichweite eines Elektroautos ergibt sich aus der nutzbaren Akkukapazität und dem Energieverbrauch pro 100 km. Hat ein E-Auto einen Akku mit 54 kWh nutzbarer Kapazität und verbraucht es im Durchschnitt 18 kWh je 100 km, ergibt sich eine Reichweite von 300 km.

Der Verbrauch (in kWh/100 km) ist dabei die zentrale Vergleichsgröße zwischen unterschiedlichen E-Autos – ähnlich wie der Kraftstoffverbrauch bei Verbrennern, nur eben in kWh statt Litern. Kompakte, aerodynamisch günstige Fahrzeuge liegen oft bei 13–16 kWh/100 km, größere SUVs oder sportliche Fahrzeuge häufig bei 20–25 kWh/100 km und mehr. Der reale Verbrauch hängt zusätzlich stark von Fahrweise, Geschwindigkeit, Außentemperatur (Heizung/Klimaanlage) und Zuladung ab.

Merksatz: Reichweite = Akkukapazität geteilt durch Verbrauch, multipliziert mit 100 (weil der Verbrauch je 100 km angegeben wird).

Fortgeschrittene Erklärung

Die Reichweite eines Elektrofahrzeugs ergibt sich aus Reichweite [km] = Akkukapazität (kWh) / Verbrauch (kWh/100 km) · 100. Als Akkukapazität sollte hier die tatsächlich nutzbare Kapazität (netto) eingesetzt werden, nicht die oft etwas größere Brutto-Kapazität, da Fahrzeughersteller meist einen kleinen Puffer am oberen und unteren Ladeende reservieren, um die Batterie zu schonen.

Der Verbrauch in kWh/100 km ist selbst keine feste Größe, sondern hängt von zahlreichen Faktoren ab: Fahrzeuggeschwindigkeit (Luftwiderstand steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit), Fahrweise, Streckenprofil (Steigungen, Stop-and-go), Außentemperatur (Heizung oder Klimaanlage können den Verbrauch spürbar erhöhen) sowie Reifen und Zuladung. WLTP-Angaben der Hersteller sind Normwerte unter definierten Bedingungen und weichen im Alltag, insbesondere bei Autobahnfahrten oder Kälte, häufig nach oben ab.

Für die Praxis ist außerdem relevant, dass die nutzbare Reichweite in der Regel nicht bis auf 0 % Akkustand ausgefahren werden sollte (siehe Entladetiefe), sodass die praktisch sinnvoll nutzbare Reichweite etwas unter dem rechnerischen Wert liegt. Auch Ladeverluste (siehe Ladewirkungsgrad) betreffen die Ladezeit, nicht aber die Reichweite selbst, da diese sich auf die im Akku tatsächlich gespeicherte Energie bezieht.

Fachlicher Hinweis: Herstellerangaben zu Verbrauch und Reichweite basieren auf Normzyklen (z. B. WLTP); reale Werte können je nach Fahrweise, Temperatur und Strecke deutlich abweichen.

Wichtige Formeln und Zusammenhänge

Reichweite [km] = Akkukapazität (kWh) / Verbrauch (kWh/100 km) · 100

Umgestellt: Akkukapazität = Reichweite · Verbrauch / 100, Verbrauch = Akkukapazität / Reichweite · 100.

Beispiel und Vorgehensweise

Ein E-Auto hat eine nutzbare Akkukapazität von Akku = 54 kWh und einen Verbrauch von Verbrauch = 18 kWh/100 km. Damit ergibt sich Reichweite = 54/18·100 = 300 km.

  1. Nutzbare Akkukapazität und Verbrauch (in kWh/100 km) notieren.
  2. Reichweite = Akku/Verbrauch·100 berechnen.
  3. Ergebnis als grobe Richtgröße unter Realbedingungen einordnen.

Rückrechnung: Steigt der Verbrauch bei Autobahnfahrt oder kaltem Wetter auf 22 kWh/100 km, sinkt die Reichweite bei gleichem Akku auf Reichweite = 54/22·100 = 245,45 km – rund 50 km weniger als im Normverbrauch. Das zeigt, wie stark Fahrbedingungen die tatsächlich erreichbare Reichweite beeinflussen können.

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Weiterführend

Passende Berechnungen findest du im Rechnerbereich. Eigene Tabellen und Übersichten gibt es im Tabellenbuch.

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